Der Fokus der diesjährigen Sommerausgabe liegt auf neuen Techniken und Bürgerinitiativen, Digitalisierung und nachhaltigen Möglichkeiten der Energiegewinnung

Die Zukunft unserer Kommunen entsteht nicht in Laboren oder Visionen, sondern direkt vor Ort – in Rathäusern, Stadtwerken und Quartieren. Und sie entsteht schneller, als viele es erwartet hätten.


Auf der Messe GeoTHERM in Offenburg zeigt sich, wie rasant die Geothermie an Bedeutung gewinnt: internationale Expertise, ausgebuchte Hallen und eine Branche, die mit spürbarem Aufbruch in die Tiefe blickt. Immer mehr Städte und Gemeinden erkennen, dass unter ihren Füßen eine Energiequelle liegt, die verlässlich, klimafreundlich und praxistauglich ist.

85 Prozent der tiefengeothermischen Wärmeleistung Deutschlands entstehen in Bayern – ein starkes Signal für alle, die ihre Wärmeversorgung neu denken müssen. Moderne Bohrtechniken, digitale Werkzeuge und standardisierte Verfahren machen Projekte planbarer und effizienter. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 18 bis 21.

Doch der technologische Wandel endet nicht unter der Erde. Auf Baustellen in der Schweiz zieht ein autonomer Kettenbagger Gräben, ohne Fahrer in der Kabine und ohne Fernbedienung – gesteuert von einem lernenden System, das komplexe Erdarbeiten selbstständig ausführt. Für Kommunen, die mit Fachkräftemangel konfrontiert sind, eröffnen solche autonomen Baumaschinen neue Perspektiven (siehe Seite 44).

Und während auf Baustellen Roboter graben, fährt in Stavanger der europaweit erste autonome Linienbus ohne Aufsichtsperson im Regelbetrieb. Die Route führt durch Tunnel, Knotenpunkte und dichten Stadtverkehr – überwacht aus einer Leitstelle, in der eine Person gleich mehrere Fahrzeuge begleitet. Was vor wenigen Jahren noch als Pilotprojekt begann, wird nun zum Alltag des öffentlichen Nahverkehrs. Dieses Pilotprojekt stellen wir Ihnen auf Seite 41 vor.

Doch je weiter die Technik voranschreitet, desto deutlicher wird: Eine lebenswerte Kommune entsteht nicht durch Innovation allein. Sie entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander sprechen und gemeinsam gestalten. Genau darauf weist Jochen Gnauert, Kulturamtsleiter in Unterschleißheim, im Interview ab Seite 12 hin. Für ihn ist die Kommune nicht nur Verwaltung, sondern Dienstleisterin und kreativer Impulsgeber, der mit einer Kultur für alle seinen Bildungsauftrag erfüllt.

In einer Zeit, in der Einsparungen die kulturelle Infrastruktur bedrohen, erinnert er daran, dass Demokratie von kulturellen Werten lebt – von Teilhabe, Empathie und gemeinsamem Erleben.

Während Maschinen immer autonomer werden, bleibt der Mensch unsere wichtigste gemeinsame Aufgabe.

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen das KOMMUNALtopinform-Team!

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